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Solothurner Zeitung 14. 9. 2012: Glorreiche Vergangenheit und goldene Zukunft

Kanu Die Solothurner Kajakfahrer ehrten Melanie Mathys, Chantal Abgottspon und Mike Kurt für ihre Erfolge.

Von Hans Peter Schläfli

Die Solothurner Kajakfahrer gehören zu den erfolgreichsten Sportlern weitherum. Gestern Donnerstag feierten sie ihre beiden Juniorinnen Melanie Mathys und Chantal Abgottspon, die an den Weltmeisterschaften erfolgreich waren. Geehrt wurde auch Mike Kurt, der zum dritten Mal an Olympischen Spielen teilnahm. «Trotz gebrochenem Paddel bist du unser Held von London und bleibst ein grosses Vorbild», tröstete Klubpräsident Peter Probst in seiner Ansprache. «Ich verstehe das Ganze bis heute noch nicht recht», sagte Kurt, sichtlich gerührt von den Aufmunterungen. «Ich habe 2,9 gute Läufe gezeigt und dann kurz vor dem Ziel das. In meiner ganzen Karriere ist mir vorher nie ein Paddel gebrochen.»
Eine Träne der Rührung – aber am erfreulicheren Ende der Emotionsskala – verdrückte auch «Goldmeli» Melanie Mathys. Sie hatte schwer zu tragen an den vielen Medaillen, die um ihren Hals baumelten. Die 18-Jährige verteidigte nämlich bei den Juniorinnen ihren Weltmeistertitel erfolgreich und im Sprint liess sie auf Silber diesmal ebenfalls Gold folgen.
Im Doppel-Bronzeteam paddelte auch Chantal Abgottspon mit, und dies obwohl sie kurz vor der WM Pech mit einer Schulterverletzung hatte. Mit den beiden Solothurnerinnen wurden Selina Zimmermann und Vroni Bitzi aus der Innerschweiz gefeiert, die zusammen als Team Silber gewannen.

Kurt empfiehlt Olympiade

So waren also gestern die glorreiche Vergangenheit und die – hoffentlich – goldene Zukunft im Bootshaus der Solothurner Kajakfahrer vereint. «Ich kann allen unseren jungen Talenten nur einen guten Rat geben», sagte der 32-jährige Mike Kurt, «geht an eine Olympiade, versucht alles, damit ihr das erreichen könnt. Jede WM und jede EM ist etwas Besonderes, aber eine Olympiade übertrifft das bei weitem.»

Für Melanie Mathys ist die erfolgreiche Juniorenzeit nun definitiv zu Ende gegangen. Nächstes Jahr möchte sie nun an der «richtigen» WM teilnehmen. «Ich werde dann zwar auch noch meine Matura-Prüfungen ablegen, aber ich hoffe, dass sich mit der Schule eine Lösung finden lässt», meinte sie keck. «Allerdings darf man von mir nicht gleich eine Medaille erwarten.»
Chantal Abgottsponn hofft, dass sie ihre Kanu-Karriere sogar noch intensiver verfolgen kann. «Ich werde in Bern mein Studium beginnen und kann dann jeden Tag eine Stunde hin und zurück einsparen, die ich ins Training investieren will.»

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