|
Mike Kurt knapp an Spitzenplatz vorbei
Dienstag, 23. Februar 2010
Australian Open:
Nach dem starken 4. Rang in den Quailfikationsdurchgängen am letzten Freitag konnte der Schweizer Kanute Mike Kurt auch am sonntäglichen Finaltag der der topbesetzten Australian Open mit den besten Kajakfahrern der Welt mithalten und erreichte im Halbfinale die achtschnellste Fahrzeit.
Aufgrund einer Torstabberührung und der damit verbundenen zwei Strafsekunden rutschte der 29-jährige in Solothurn wohnhafte Wiedlisbacher jedoch aus den Top-Ten hinaus und verpasste damit am ersten bedeutenden internationalen Wettkampf des Jahres die Teilnahme am Finale der besten Zehn knapp. Dennoch zeigt sich Kurt mit dem Rennwochenende durchaus zufrieden: "Ich habe hier in Australien bewiesen, dass ich nach einem für mich, bedingt durch eine längere Krankheit, sehr schwierigen vergangenen Jahr heute wieder gut mit den besten Athleten der Welt mithalten kann", sagt der zweifache Olympiateilnehmer nach seinem Wettkampf. "Die Saison ist noch sehr jung und ich bin sicher, dass ich mich bis zum Start der Wettkämpfe in Europa nochmals steigern kann." Kurt bereitet sich die nächsten zwei Wochen weiterhin im warmen Australien auf die Rennen in Europa vor. Im Mai bilden die Europameisterschaften einen ersten Saisonhöhepunkt. rg/mk
Australian Open Final 21.02.2010:
1. MOLMENTI Daniele ITA 97.63
2. HRADILEK Vavrinec CZE 99.42
3. BOURLIAUD Pierre FRA 99.87
Ferner im Halbfinale ausgeschieden:
17. Michael Kurt SUI 101.90 + 2 Strafsekunden
Insgesamt 86 Starter
Platz 4 für Mike Kurt
Dienstag, 23. Februar 2010
Der Schweizer Kanute Mike Kurt schaffte mit Rang 4 in der Qualifikation den Einzug ins Halbfinale der Australian Open in Sydney vom kommenden Sonntag (21.2.).
Die Australian Open werden dieses Jahr als Ozeanische Meisterschaften ausgetragen und sind - nach der EM - die bedeutesten Kontinentalmeisterschaften der Saison 2010. Dies, weil fast alle aktuellen Weltspitzenfahrer am Start sind. Mike Kurt reihte sich mit einem ausgezeichneten ersten Lauf hinter den drei Europameistern Molmenti (2009), Walsh (2008) und Oblinger (2005) als vierter im topbesetzten Feld der Kajakfahrer ein. Am Sonntag hat der 29-jährige in Solothurn wohnhafte Berner die Möglichkeit, sich im Halbfinal beim ersten grossen internationalen Wettkampf der Saison gleich für das Finale der Besten 10 der Welt zu qualifizieren. rg/mk
Australian Open, Qualifikationsläufe vom 19.2.2010
Einerkajak Herren:
1 MOLMENTI Daniele ITA 89.49
2 WALSH Campbell GBR 90.13 +0.64
3 OBLINGER Helmut AUT 90.16 +0.67
4 KURT Michael SUI 90.65 +1.16
86 Athleten am Start, 19 Nationen
Mike Kurt in den Top Ten
Dienstag, 9. Februar 2010
Saisonauftakt in Australien
Zur Eröffnung der Kanusaison schaffte der Schweizer Slalomspezialist Mike
Kurt auf der Olympiastrecke von Sydney 2000 am Wochenende an einem
internationalen Vorbereitungswettkampf mit Rang 7 auf Anhieb eine
Platzierung in den Top Ten. Beim zweiten Wettkampf des Wochenendes verpasste
der Solothurner mit Platz 12 aufgrund einiger Fahrfehler ein Resultat unter
den besten Zehn knapp. Der 29-Jährige bereitet sich seit einer Woche in Down
Under auf die kommende Saison vor und wird in zwei Wochen (18. bis 21.
Februar 2010) an den Ozeanien Open teilnehmen. Die
Kontinentalmeisterschaften gelten als erster grosser internationaler Vergleich der Saison, wobei ein Grossteil der Weltspitze-Athleten anwesend sein wird.rg
Internationaler Wettkampf in Penrith (Australien) Samstag, 6.2.2010:
1 LEFEVRE Fabien FRA 0.00
2 BOURLIAUD Pierre FRA +0.05
3 BROWN Anthony AUS PVC +1.30
Ferner: 7 KURT Mike (Solothurn) SUI +3.35I
nternationaler Wettkampf in Penrith (Australien) Sonntag, 7.2.2010:
1 Forsythe William AUS 0.00
2 Bourliaud Pierre FRA +0.75
3 Hastings John CAN + 1.5
Ferner: 12. Kurt Mike (Solothurn) SUI +5.80
Mike Kurt holt achten Titel
Donnerstag, 24. September 2009
Kanuslalom-SM in Hüningen bei Basel
Zum Saisonabschluss der Slalom-Kanuten gewann Mike Kurt im elsässischen Hüningen bei Basel den Schweizermeistertitel in der Elitekategorie überlegen. Der 29-jährige in Solothurn wohnhafte Oberaargauer distanzierte auf dem künstlichen Kanukanal seine Konkurrenz um sechs und mehr Sekunden Sekunden. Kurt sicherte sicht mit einem beinahe perfekten Finallauf in seinem zehnten Jahr in der Elitekategorie den insgesamt achten Schweizermeistertitel in der hart umkämpften Klasse der Einerkajaks.
Auf der technisch wie physisch durchaus anspruchsvollen Strecke konnte Mike Kurt bereits im ersten Qualifikationslauf, trotz einer Torberührung, die Führung übernehmen und sich für den Finallauf der besten fünf Schweizer Kanuten qualifizieren. Im Finallauf deklassierte er die Konkurrenz um sechs und mehr Sekunden. Dies überraschte den in Solothurn wohnhaften Oberaargauer. «Vor einer Woche an der WM fehlte mir die letzte Aggressivität und ich schaffte, trotz guter Fahrt, die Finalqualifikation nicht. Heute hingegen konnte ich mich optimal auf die Strecke einstellen und fand das nötige Rezept um schnell zu sein», analysierte das Mitglied der Solothurner Kajakfahrer seine Läufe.
Nach dem eher ernüchternden Resultat an den Weltmeisterschaften (Rang 32) vor einer Woche in Spanien, tankte der 29-Jährige am Wochenende neue Motivation fürs kommende Wiederaufbautraining im Winter. «Ich hatte eine sehr schwierige Saison, mit einer langen krankheitsbedingten Pause und den damit verbundenen vielen Hochs und Tiefs. Dass ich nun die Saison mit einer solch guten Leistung beenden kann, freut mich sehr», so Kurt, der mit dem achten Titelgewinn nun eine starke Erfolgsbilanz aufweist. Kein anderer Schweizer Kajakfahrer sammelte im olympischen Kanuslalom in den letzen 20 Jahren annährend so viele Titel wie der Wiedlisbacher. «Ich brauche nun eine längere Pause, damit sich mein Körper richtig erholen kann und um mich danach auf die neue Saison vorzubereiten.»
Ebenfalls eine gute Leistung zeigte die Junioren-Weltmeisterin in der Abfahrt, Melanie Mathys aus Solothurn. Sie konnte sich bei den Titelwettkämpfen im Slalom bei den Jugendfahrerinnen auf dem 2. Rang platzieren und rundete das gute Ergebnis aus Solothurner Sicht ab. rg
Hüningen bei Basel. Kanu-SM. Männer. Kajak. Einer:
1. Mike Kurt (Solothurn) 1:40,60.
2. Guillaume Bandelier (Biel) 1:46,57.
3. Moritz Lüscher (Basel) 1:46,74.
- Kanadier. Einer:
1. Alain Schirmann (Genf) 1:53,00.
2. Eric Labarelle (Genf) 1:53,68.
3. Raphaël Croisier (Genf) 2:10,81.
- Zweier:
1. Krähenbühl/Werro (Biel) 2:11,21.
2. Häderli/Chabbey (Genf) 2:12,42.
3. Chabbey/Bron (Genf) 2:15,04.
Frauen. Kajak. Einer:
1. Olivia Byrne-Sutton (Genf) 2:02,48.
2. Priscille Duruz (Lausanne) 2:07,48.
3. Andrea Gratwohl (Biel) 2:09,12.
- Junioren. Kajak. Einer:
1. Jermias Schläfli (Basel) 1:47,69.
2. Lukas Werro (Biel) 1:49,39.
3. Martin Dougoud (Biel) 1:50,00.
Mike Kurts Lehrstunde an der WM in Spanien
Freitag, 11. September 2009
Trotz guter Leistung Halbfinals verpasst
Die WM im olympischen Kanuslalom im spanischen La Seu d’Urgell ist für Mike Kurt bereits nach den beiden Qualifikationsläufen zu Ende. Ein 20. Platz im ersten Lauf und eine um 1,5 Sekunden schnellere Zeit im zweiten reichten nicht zur Halbfinalqualifikation der besten 20 Paddler auf der Welt. Mit seiner gezeigten Leistung ist der Wiedlisbacher zwar zufrieden, nicht aber mit dem erzielten Resultat.
An der WM im spanischen La Seu d’Urgell landete Mike Kurt im ersten Qualifikationslauf auf Platz 20. Dies mit einem Rückstand von knapp 5 Sekunden auf den Laufschnellsten Joan Crespo aus Spanien. Im zweiten Umgang war der 29-jährige Wiedlisbacher dann fast 1,5 Sekunden schneller, doch dies reichte nur zu Platz 32. Da aufgrund des neuen Reglements die beiden Läufe nicht mehr addiert werden, sondern nur noch der bessere der beiden Umgänge zählt, verpasste Kurt die Halbfinalqualifikation letztendlich um 12 Ränge oder anders gesehen um eine knappe Sekunde.
Sehr hohes Niveau
«In beiden Läufen war ich oben optimal auf Kurs und verlor jeweils unten ein wenig Zeit», analysiert Kurt seine beiden heutigen Auftritte in Spanien. «Das Niveau war enorm hoch und die Spitze brutal eng zusammen», so das Mitglied der Solothurner Kajakfahrer weiter. «Hätte ich eine solche Leistung vor einem Jahr an den Olympischen Spielen in Peking abgegeben, wäre mir dort die Finalqualifikation sicher gewesen.» Wie gut die weltbesten Kajakfahrer diesmal in Spanien unterwegs waren, mussten auch die beiden anderen Schweizer einsehen. Moritz Lüscher schaffte es auf Platz 55, Mathieu Bandelier auf Rang 65. «Und beide sind weiss Gott keine schlechten Paddler», lässt Kurt wissen.» Arg zerzaust wurde der aktuelle Olympiasieger Alexander Grimm. Der Deutsche erreichte bloss Rang 29 und schied ebenfalls frühzeitig aus.
Aggressivität gefragt
An der WM in Spanien kam erstmals das neue Reglement zum Tragen: Nun werden nicht mehr die Zeiten der beiden Qualifikationsläufe zusammengezählt, sondern die 20 Halbfinalisten werden aufgrund des besseren der beiden Qualifikationsumgänge bestimmt. «Da war eine aggressive Fahrweise sicherlich förderlich», sagt Kurt, der dies dann auch versuchte. «Beim Herausfahren aus den Aufwärtstoren spürte ich, dass ich physisch noch nicht ganz da bin.» Kein Wunder, ging doch der Oberaargauer aufgrund des Pfeifferschen Drüsenfiebers mit einem Trainingsrückstand von gut zwei Monaten an die WM. Er habe sich zwar aufs Bootsgefühl (Laufen lassen und das Wasser spüren) verlassen, doch das alleine habe nicht gereicht. «Mit ein Grund dafür war, dass die Strecke zu leicht war.» Bei der Vor-WM im slowenischen Tacen hatte Kurt auf einer ungleich schwierigeren Strecke vor gut zwei Wochen noch brilliert und sich dank des ersten Schweizer Finalplatzes in dieser Saison souverän für die WM in Spanien qualifiziert.
Harte Profilinie
Die Querelen Mitte Jahr innerhalb des Teams gingen an den Leistungen des Schweizer Trios nicht spurlos vorüber. Alles andere als ideal präsentiert sich auch die Situation an der Trainerfront. «Der Verband hat Nationalcoach Marc Jegou’s Vertrag nach nur wenigen Monaten gekündigt und wir Athleten wissen nicht, wer und ob es überhaupt einen Nachfolger gibt.» Im Gegensatz zu seinem missglückten Auftritt an den Olympischen Spielen in Peking vor einem Jahr, ist die Weltnummer 40 nicht am Boden zerstört. «Mit meiner Leistung bin ich eigentlich nicht unzufrieden, doch mit dem Resultat hingegen schon.» Er habe in Spanien eine Lehrstunde bekommen. «Nun weiss ich, dass ich nur mit einem professionellen Staff wieder an die Weltspitze gelangen kann.» Laut Kurt haben alle anderen Topathleten einen eigenen Coach. «Einen solchen suche ich mir nun auch, unabhängig davon, ob es einen neuen Nationalcoach gibt oder nicht.» Morgen Samstag bestreitet Mike Kurt nun noch den Teamanlass, wobei er sich dabei keine allzu grossen Erfolgschancen verspricht.
Text: Raphael Galliker
Resultatübersicht WM-Qualifikation La Seu d’Urgell:
1. Peter Kauzer (SLO) 84.74.
2. Daniele Molmenti (ITA) 86.73.
3. Joan Crespo (ESP) 86.85.
Ferner: 20. Benoit Peschier (GRE) 89.22.
Ferner (nicht qualifiziert für die Halbfinals der besten 20):
29. Olympiasieger Alexander Grimm (GER) 90.06.
32. Mike Kurt (SUI) 90.31.
55. Moritz Lüscher (SUI) 93.94.
65. Mathieu Bandelier (SUI) 98.71.
Mike Kurt vor der WM in Spanien
Dienstag, 08. September 2009
«Ich erlebe meine bisher schwierigste Saison»
Vom 9. bis 13. September finden im spanischen La Seu d’Urgell auf der Olympiatrecke von Barcelona 1992 die Weltmeisterschaften im olympischen Kanuslalom statt. Wenn der zweifache Olympiateilnehmer Mike Kurt am Freitag in der Qualifikation zum Halbfinale an den Start geht, ist das in diesem Jahr alles andere als selbstverständlich.
Erst vor zwei Wochen an den Vor-Weltmeisterschaften im slowenischen Tacen qualifizierte sich Mike Kurt Schweiz-intern definitiv für den Saisonhöhepunkt der Kanuten. Der 29-jährige Spitzenkanute meldete sich mit Rang 5 im topbesetzten Feld gleich auch auf dem internationalen Parkett eindrücklich zurück. Dies nachdem er im Frühling über zwei Monate aufgrund des Pfeifferschen Drüsenfiebers pausieren musste und fast die gesamte internationale Saison verpasste. ««Diese Saison war meine bisher schwierigste überhaupt», resümiert Kurt, der sich anfangs Jahr entschieden hat, noch eine Olympiaperiode weiterzupaddeln, die letzen Monate.
Interne Querelen
Lange Zeit war nicht klar ob die langjährige Nummer 1 im Schweizer Slalomsport heuer überhaupt an den Weltmeisterschaften teilnehmen kann. Der Schweizer Kanuverband wollte dem Oberaargauer eigentlich im Juli eine Chance geben, bei guten Leistungen bereits am Weltcup ins internationale Geschehen eingreifen zu können. Um aber einen drohenden Prozess seitens eines Teamkameraden - welcher aufgrund der Nachselektion seinen internationalen Startplatz verloren hätte - beim Sportgericht zu verhindern, einigte man sich schliesslich auf eine Qualifikation kurz vor der WM. Kurt gewann daraufhin die interne Selektion überlegen und qualifizierte sich als bestes Schweizer Boot dennoch für die WM. «Ich bin froh, dass ich es geschafft habe, nach all den internen Attacken der letzen Monate, an der Vor- WM mit dem bisher einzigen Schweizer Finalplatz in diesem Jahr ein Zeichen zu setzen», sagt der Solothurner heute.
Finalplatz anstreben
Genau vor zehn Jahren startete Kurt, ebenfalls in La Seu d’Urgell, zum ersten Mal an Weltmeisterschaften überhaupt. Seither konnte er auf der künstlichen Kanustrecke nahe bei Andorra diverse Top-Platzierungen im Weltcup realisieren.
Angesprochen auf seine Ziele gibt er sich zurückhaltender als auch schon. «Klar, ich möchte mich wieder für das Finale der besten Zehn vom Sonntag qualifizieren. Das wäre nach dieser schwierigen Vorbereitungszeit ein sensationeller Erfolg.» Tatsächlich wäre das wohl so, denn obwohl die guten Resultate an nationalen Wettkämpfen und zuletzt an den Vor-Weltmeisterschaften positiv stimmen dürfen, so fühlt der Kanute die Nachwehen der Viruskrankheit im Frühjahr immer noch. «Ich habe mich eigentlich gut erholt, bin teilweise aber noch vermehrt müde und brauche mehr Erholung als früher», sagt Kurt. «Zudem fehlt mir halt schon die Wettkampfpraxis in diesem Jahr.» Deshalb nimmt Kurt Schritt für Schritt und konzentriert sich zuerst einmal auf die Qualifikationswettkämpfe vom Freitag. Hier gilt es, sich für die Halbfinals vom Sonntag der besten 20 zu qualifizieren. Die Teamwettkämpfe vom Samstag stehen für den ehemaligen Team-Welt- und Europameister heuer klar im Hintergrund.
Weltnummer 40
Trotz seiner aufsteigenden Form zählt Kurt, zumindest auf dem Papier, im Einzel für einmal nicht zu den Favoriten auf einen Medaillenplatz. Alleine in den letzten zwei Monten verlor er aufgrund der Wettkampfpause über 30 Weltranglisteplätze und ist aktuell mit Position 40 so weit hinten platziert wie in den letzten zehn Jahren nie mehr. «Ich geniesse es nun, ´mal wirklich ein Aussenseiter zu sein.» Vielleicht ist das ja sogar ein gutes Zeichen, denn an den Olympischen Spielen in Athen und Peking beispielsweise, startete Kurt jeweils nach guten Resultaten im Vorfeld aus einer Spitzenposition in der Weltrangliste und verpasste die angestrebte Medaille. «Manchmal ist es einfacher, gute Leistungen zu zeigen, wenn niemand damit rechnet.» Er sei grundsätzlich froh, überhaupt an der WM zu sein. «Nach dieser schwierigen Saison kann ich nun wirklich nichts mehr verlieren», sagt Kurt mit einem Lächeln. rga
Mike Kurt wird von der Garage Viatte-Straub unterstützt!
Montag, 07. September 2009
Auf dem Weg an die Olympischen Spiele wird Mike Kurt künftig von der Volvo
Garage Viatte-Straub mit einem Volvo V50 unterstützt. Besten Dank!

Wiedlisbacher ist zurück in der Weltspitze
Dienstag, 25. August 2009
Mike Kurt auf Finalplatz 5
Am Slowenien-Open hat Mike Kurt gleich zwei Fliegen auf einen Streich geschlagen. Der 29-jährige in Solothurn wohnhafte Wiedlisbacher hat sich im Schweiz-internen Qualifikationsrennen für die WM in Spanien qualifiziert und mit dem 5. Platz im Final hat er sich zurück an die Weltspitze gekämpft.
Im WM-Qualifikationswettkampf der Schweizer setzte sich Mike Kurt am Samstag beim Slowenien-Openin Tacen klar gegen seine Konkurrenten durch. Im ersten Qualifikationslauf erreichte Kurt zwar nur Rang 40. Weil aber der bessere von zwei Versuchen zählt, schlug er im zweiten Umgang mit Platz 11 zu. «Dort schaffte ich sogar die zweibeste Laufzeit, hatte aber eine Torberührung», sagt Kurt. «Ich freue mich nun riesig auf die WM in Spanien.» Dise findet vom 9. bis 13. September in La Seu d’Urgel statt. «Bevor ich in einer Woche nach Spanien reise, trainiere ich noch einmal intensiv auf der Emme und auf der Aare.» Die beiden anderen Schweizer, die sich in der internen Qualifikation durchsetzten und nun an die WM fahren dürfen, sind Mathieu Bandelier (33.) und Moritz Luescher (41.).
Selbstvertrauen getankt
In dieser Saison können die zuvor realisierten Zeiten nicht mehr in den Halbfinal und Final mitgenommen werden. Im Halbfinal liess es Mike Kurt erst recht krachen und paddelte auf Rang 3. «Da habe ich den späteren souveränen Finalsieger Peter Kauzer aus Slowenien sogar geschlagen», freut sich das Mitglied der Solothurner Kajakfahrer. Das Pfeiffersche Drüsenfieber habe er grundsätzlich überwunden, «doch es gibt immer noch gute und schlechte Tage», so Kurt. «An schlechten Tagen bin ich jeweils schnell sehr müde und kraftlos.» Im Final schaute für den Oberaargauer schliesslich Rang 5 heraus. «Mit der gleichen Zeit wie im Halbfinal hätte es wieder aufs Podest gereicht», lässt Kurt wissen. «Dies war jedoch mein bestes Resultat seit langem und mein Selbstvertrauen ist nun endgültig wieder zurück.» Zurück ist der 29-Jährige auch wieder an der Weltspitze. «Weil in Slowenien im nächsten Jahr die WM stattfindet, gingen an der Vor-WM auch die stärksten Athleten der Welt an den Start.» Kurt will nun an der WM in drei Wochen mindestens den Finaleinzug schaffen. «Ich muss meinen besten Lauf einfach im Final abrufen können, dann liegt einiges drin.»
Raphael Galliker
Kanu: Kayak-Männer, Vor-WM-Rennen, Tacen (Slowenien),
Final:
1. Peter Kauzer (SLO) 92.70 Sek.
2. Stefano Cipressi (ITA) 96.94.
3. Dejan Kralj (SLO) 97.44.
4. Riccardo De Gennaro (ITA) 98.61.
5. Mike Kurt (Solothurn) 98.63.
Die weiteren Schweizer (Halbfinals verpasst, aber beide für die WM qualifiziert):
33. Mathieu Bandelier 103.18.
41. Moritz Luescher 105.84
Mike Kurt im Halfinal!
Dienstag, 11. August 2009
Auf dem Weg zurück an die Weltspitze hat Mike Kurt an diesem Wochenende einen grossen Schritt vorwärts getan. Am German Open in Leipzig erreichte der 29-jährige Wiedlisbacher den Halbfinal.
Zum ersten Mal in dieser Saison überhaupt, qualifizierte sich der beste Schweizer Kanuslalomfahrer am Wochenende an einem Grossanlasse für das Halbfinale.
Mike Kurt, der sich nach langer krankheitsbedingter Pause (Pfeiffersches Drüsenfieber) immer noch im Wiederaufbau für die WM in Spanien (im September) befindet, lag nach den Qualifikationsläufen im topbesezten Feld der Einerkajaks auf Platz 10. Im Halfinale fuhr der Oberaargauer, der nun in Solothurn wohnt, die drittschnellste Zeit und war
gar besser unterwegs als der Olympiasieger Alexander Grimm. Im unteren
Streckenteil kassierte Kurt aber einen Torfehler und verpasste daraufhin
das Finale der besten 10.
Zurück an die Spitze
Dennoch ist der 29-Jährige mit dem Rennwochenende zufrieden: "Ich kann von den Fahrzeiten her wieder mit den besten Kajakfahrern der Welt mithalten, das stimmt mich positiv im Hinblick auf die WM im nächsten Monat und zeigt mir, dass ich in meinem Wiederaufbau nach dem Pfeifferschen Drüsenfieber auf dem richtigen Weg bin.“ Die Schweiz-internen WM-Qualifikationswettkämpfe finden übrigens am 22./23. August in Tacen/Slowenien statt. rga
Resultate Qualifikation:
1. COMBOT Sebastien FRA 92.06/0
2. GRIMM Alexander GER 92.78/0
3. POLACZYK Grzegorz POL 92.89/0
Ferner: 10. KURT Michael SUI 95.25/0
Ferner in der Qualifikation ausgeschieden:
22. LUESCHER Moritz SUI 98.05
Resultate Halbfinale:
1. POLACZYK Mateusz POL 87.17 0 87.17/0
2. DOERFLER Fabian GER 87.88 0 87.88/0
3. GRIMM Alexander GER 89.00 0 89.00/0
Im Halbfinale ausgeschieden:
20. KURT Michael SUI 87.98/52
weitere infos: www.slalomevents.de
Mike Kurts Sturmlauf gebremst
Sonntag, 5. Juli 2009
Slalom-Weltcup in Bratislava
Nach längerer krankheitsbedingter Wettkampf- und Trainingspause gab der Wildwasser-Kanuslalomfahrer Mike Kurt am Wochenende ein Comeback. Beim Weltcuprennen im slowakischen Bratislava bestritt der 29-jährige Wiedlisbacher sein
erstes grosses internationales Rennen in diesem Jahr. Der Weg zurück an die Spitze ist für Kurt beschwerlicher als erhofft.
Mike Kurt, der noch bis vor Kurzem am Pfeifferschen Drüsenfieber gelitten hat, steckt nun im Wiederaufbau, den ihn zurück an die Weltspitze bringen soll.
Nach seinem überlegenen Sieg vor zwei Wochen am nationalen Swiss Cup-Rennen in Bern, strebte der Wiedlisbacher am Weltcup in Bratislava mindestens einen Halbfinalplatz an. Dazu notwendig gewesen wäre im 71 Fahrer starken Feld ein Platz unter den ersten 20. Das Mitglied der Solothurner Kajakfahrer ging als als Nummer 6 gesetzt ins Rennen, das auf schwierigem Wildwasser über die Bühne ging.
Bester Schweizer
Kurt war am Wochenende erneut der bestplatzierte Schweizer. Der Weg zurück an die Weltspitze erweist sich, aufgrund des Trainingsrückstandes, aber als schwerer als erwartet. «Mir fehlt noch das Gefühl für das Wasser, die physische Robustheit und das Gespür für die richtige Geschwindigkeit», analysiert Kurt seinen ersten wettkampfmässigen Lauf seit den Olympischen Spielen in Peking 2008. «Ich habe einfach noch zu wenig Trainingsfahrten in den Armen.»
Seit anfangs Jahr werden bei internationalen Wettkämpfen im Qualifikationsdurchgang neu nicht mehr beide, sondern nur noch der bessere von zwei Läufen gewertet. Dies erfordert eine taktische Umstellung der Athleten.
Zwei Torberührungen
Nach verhaltenem ersten Durchgang in Bratislava gelang Kurt im zweiten Lauf eine Weltklassezeit. Diese hätte problemlos für die Halbfinalqualifikation gereicht, wenn da nur nicht zwei Torstabberührungen gewesen wären. Diese verhinderten ein Weiterkommen, wodurch die Rückkehr des Oberaargauers auf internationalem Parkett bereits im Qualifikationslauf beendet wurde. «Ich kann mit diesem Ausscheiden leben», so Kurt, der nun in Solothurn wohnt. «Ich wusste, dass es an ein Wunder grenzen würde, wenn ich nach dieser kurzen Genesungszeit bereits heute wieder Weltklasseleistungen erbringen könnte.» Weit weg davon war Kurt jedoch bei seinem Comeback nicht. Ohne Torfehler wäre er nicht auf Platz 45, sondern auf Rang 16 gelandet.
Zeit für Wiederaufbau
Kurt weiss nun, dass er die Krankheit besiegt hat und es mit ihm sportlich wieder aufwärts geht. Um wieder an der Weltspitze mitpaddeln zu können, braucht Kurt jedoch einen strukturierten Wiederaufbau. Zeit dafür hat er nun bis zur WM. Diese findet vom 9. bis 13. September im spanischen La Seu d’Urgel statt. Die regulären internen
Qualifikationswettkämpfe für die Nationalmannschaft konnte Kurt im April wegen seiner Krankheit nicht bestreiten. Der Schweizer Kanuverband gewährte daraufhin dem erfolgreichsten Schweizer Kanuten der letzten Jahre eine zweiten Chance, sich an einem Weltcuprennen für die WM zu qualifizieren. Der Verband hat nun nachträglich festgelegt, dass erst am 22./23. August in Tacen/Slowenien, anlässlich der Vor-WM, erneut schweizinterne Qualifikationswettkämpfe für die WM in Spanien ausgetragen werden.
Verband mit Kompromiss
Damit ist der Schweizer Kanuverband einen Kompromiss eingegangen, um den andauernden Streitigkeiten seitens einiger Schweizer Athleten rund um die Nachselektionsbestimmungen von Mike Kurt ein Ende zu bereiten. Der Oberaargauer wird deshalb auch nicht am Weltcupfinale vom kommenden Wochenende im Deutschen Augsburg startberechtigt sein. «Ich nutze die nächsten Wochen für einen sauberen Aufbau im Hinblick auf die WM», so Kurt, der in ein paar Wochen wieder zu 100 Prozent fit sein will.
Vielleicht kommt es also nach dem schwierigen Einstieg beim Saisonhöhepunkt, der WM in Spanien, für Mike Kurt also doch noch zu einem versöhnlichen Saisonabschluss. «Es ist wichtig, dass ich viel auf dem Wildwasser fahren kann und die zwei Monate bis zur WM nutze, um mich zuerst körperlich und dann physisch aufzubauen.»
Raphael Galliker/zvg
Mike Kurt mit gelungenem Comeback
Montag, 22. Juni 2009
Der Solothurner Mike Kurt gewann am Swisscup in Worblaufen im Kajak sowohl den Sprint-Slalom als auch den Slalom überlegen. Der Olympiateilnehmer bestritt seinen ersten Wettkampf seit seiner Erkrankung am Pfeifferschen Drüsenfieber im Frühling und blickt nun zuversichtlich seinem ersten Weltcup-Einsatz in zwei Wochen in Bratislava entgegen.
Final-Resultate:
1 Kurt Mike SKF 66.89/0
2 Bandelier Mathieu CCJ 71.22/0
3 Werro Lukas 75.38/0
4 Chabbey Adrien CCG 75.80/0
5 Bandelier Guillaume KCBM 75.91/2
6 Dougoud Martin KCBM 76.86/0
Keine Teilnahme an der EM
Dienstag, 26. Mai 2009
Mike Kurt wird nicht an den diesjährigen Europameisterschaften in Nottingham (England) vom kommenden Wochenende teilnehmen (28-31.05.2009). Kurt befindet sich nach seiner Erkrankung am Pfeifferschen Drüsenfieber im letzten Monat im Wiederaufbautraining. Obwohl der Spitzenkanute grosse Trainingsfortschritte macht, ist weiterhin unklar wann er in die Saison 2009 einsteigen wird. Mike Kurt führte als Startfahrer die Schweizer Nationalmannschaft 2004 zum Europameistertitel. Auch im Einzel konnte der Kajakfahrer in den vergangenen Jahren immer wieder Spitzenresultate an der EM erzielen.
Neuer Marketing- und Medienpool im Mittelland
Donerstag, 07. Mai 2009
«Zusammen sind wir stärker»
Die beiden Fussballvereine FC Solothurn, FFC Zuchwil 05 und der Eishockeyclub EHC Zuchwil Regio spannen in Sachen Marketing und Sponsoring in Zukunft zusammen. Angegliedert sind zudem der Powerman Zofingen und einzelne Topsportler wie der Kanute Mike Kurt. Die Leitung dieses Marketing- und Medienpools hat der 44-jährige Hägendörfer Raphael Galliker inne, der auf eine 25-jährige Medienerfahrung zurückblicken kann.
Landauf landab und sogar vielen Städten haben die Sportvereine dasselbe Problem: Der Aufwand wird immer grösser, die Erträge hingegen kleiner und alles muss ehrenamtlich erledigt werden. Um in den Bereichen Marketing und Medien vorwärts zu kommen und grössere Beachtung zu haben, müsste ein Profi am Werk sein. Doch dafür fehlt das Geld. «Was machen wir, damit wir nicht stagnieren?» Mit dieser Frage traten gleichzeitig die Fussballvereine FC Solothurn, FFC Zuchwil 05 und der Eishockeyclub EHC Zuchwil Regio an Raphael Galliker heran. Der 44-jährige Hägendörfer hatte die vielen Hochs und zwischenzeitlichen Tiefs dieser Sportvereine in seiner 25-jährigen Karriere als Zeitungs-, Radio- und TV-Journalist hautnah miterlebt: «Diese drei Vereine haben auf ehrenamtlicher Basis bisher sehr gute Arbeit geleistet, doch es ist noch viel Potenzial vorhanden, vor allem punkto Marketing, Medien und Events.» Deshalb schlug Galliker den Vereinen einen gemeinsamen Marketing-, Sponsoring- und Medien-Pool vor, den er auch gleich selbst zu leiten gewillt war. Um am Markt effizienter auftreten zu können, gründet der Solothurner nun eine eigene Sports&Events GmbH, in der die Präsidenten der angeschlossenen Sportklubs ein Mitspracherecht haben. Im Gegenzug nimmt der Hägendörfer Einsitz in der Geschäftsleitung und im Vorstand der beteiligten Sportvereine.
Lead beim FC Solothurn
Seit anfangs April hat Raphael Galliker bereits beim Erstligisten FC Solothurn die Geschäftsleitung inne und bereitet unter anderem das Einweihungsfest des neuen Kunstrasens vor. Am 4. September soll dabei ein Schlagerspiel steigen. Am Donnerstag wurde nun das neuartige Projekt eines Marketing- und Medienpools in den Katakomben des FC Solothurn den Medien vorgestellt.
«In den letzten Jahren haben wir verschiedene Anläufe gemacht, um im Bereich Marketing eine Kontinuität zu erlangen», sagt Robert Beer, seit sieben Jahren Präsident des FC Solothurn. Eine langfristige und befriedigende Lösung habe man aber nicht gefunden. «Als ich den Klub übernommen habe, war er in einem finanziell kritischen Zustand.» Inzwischen habe sich die Lage entschärft, «doch es ist nach wie vor ein ständiger Kampf, um finanziell über die Runden zu kommen». Beer ist zur Erkenntnis gekommen, dass das Marketing beim FC Solothurn nicht mehr im Nebenamt, sondern professionell betrieben werden muss. «Umso glücklicher war ich, dass mit Raphael Galliker ein Mann gerade frei war, der unser Umfeld bestens kennt, neuen Schwung in den Klub bringt und auch gewillt ist, viel Herzblut zu investieren», so der FCS-Präsident. «In Zukunft haben alle drei angeschlossenen Sportclubs einen einzigen Ansprechpartner, der zudem immer verfügbar und mit der Materie vertraut ist.» Beer sieht in diesem Konstrukt durchaus Vorbildcharakter für andere Regionen in der Schweiz.
Willkommene Entlastung
Walter Ulrich, seit neun Jahren Präsident und Hauptsponsor des Erstligisten EHC Zuchwil Regio sieht dies ähnlich. «Ich hoffe dabei auf Synergien, die es unter den drei beteiligten Klubs geben könnte.» Die neue Plattform findet er toll. «Bisher haben wir alles nebenamtlich gemacht und sind so langsam aber sicher an gewisse Grenzen gestossen. Der professionelle Auftritt und die langjährigen Beziehungen zu Raphael Galliker haben uns bewogen, in diesen Pool einzusteigen.» Ulrich betont dabei, dass seine Frau Brigitte weiterhin tatkräftig bei der Sponsorensuche mithelfe. «Dank dem neuen Mann, der uns auch in Sachen Medien betreut, versprechen wir uns eine grosse zeitliche Entlastung und zudem neue Impulse.» Der Garagier sagt mit Nachdruck: «In allen Sportvereinen werden grosse Anstrengungen unternommen, um den Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu ermöglichen. Wenn die Region mit all den namhaften Firmen dies weiterhin will, kann sie gerade jetzt Farbe bekennen und unsere Anstrengungen vermehrt unterstützen!» Ulrich hofft, dass dank der Kooperation vielleicht auch einmal ein grosser Werber in Erscheinung tritt. «Warum nicht gleich als Sponsor aller drei Sportvereine!?»
Hilferuf erhört
Geradezu mehrere Steine vom Herzen gefallen sind Peter Baumann, als ihm Raphael Galliker eine Zusage machte, dem FFC Zuchwil 05 in Zukunft in Sachen Marketing, Medien und Events unter die Arme zu greifen. «Mein Assistent Jasar Ajdini, Phsyiotherapeut Bane Branislav und Homepagebetreuer Chico Koch verrichten hervorragende Arbeit, doch wir können nicht alles alleine machen», so der Trainer des in der NLA spielenden FFC Zuchwil 05. «Raphael Galliker kann da die notwendige Professionalität ins Spiel bringen, uns viel Arbeit abnehmen und vor allem neuen Wind in den Verein bringen.» Beim jungen Frauenfussballverein sei auf allen Ebenen viel Potenzial vorhanden, das mit der bisherigen Manpower nicht habe abgerufen werden können. «Ich habe schon seit Monaten mit dem Gedanken gespielt, einen geeigneten Mann mit einem 50-Prozent-Pensum auszustatten, der uns entlastet. Dass wir nun einen Manager gefunden haben, ist für unseren Verein überlebenswichtig!» Der 51-jährige, in Solothurn lebende, Zuchwiler kann sich im neunten Jahr beim Schweizermeister der Saison 2006/07 nun wieder vermehrt um die sportlichen Belange kümmern.
Hägendörfer Power
Mit Peter Rötheli als Geschäftsführer des EHC Olten und Raphael Galliker in seinen Funktionen beim FC Solothurn, FFC Zuchwil 05 und EHC Zuchwil Regio werden nun die bekanntesten Solothurner Eishockey- und Fussballklubs von Hägendörfern betreut. Dass das Duo aus dem aufstrebenden Gäuer Dorf stammt, scheint kein Zufall, haben doch auch die beiden Eishockeycracks André Rötheli (dreifacher Schweizermeister) und Timo Helbling (Verteidiger Nationalteam und HC Lugano) ihre Wurzeln in Hägendorf.
Schub für Powerman
Galliker will auch dem Powerman Zofingen zu mehr Power und zu Kultstatus verhelfen. Die grösste Sportveranstaltung im Mittelland geht am Wochenende des 5./6. September in der Thutstadt bereits zum 21. Mal über die Bühne. «Das Interesse ist riesig, haben wir doch bei den Anmeldungen für das Langdistanzrennen bereits 80 Prozent des letztjährigen Meldestandes erreicht», sagt Stefan Ruf, seit sechs Jahren OK-Präsident des Powerman Zofingen. Der 45-jährige Bankdirektor rechnet damit, dass die letztjährige Zahl von 257 Langdistanzteilnehmern heuer klar übertroffen wird. «Damit könnten wir zum dritten Mal in Folge eine Steigerung feiern.» Die angemeldeten Cracks stammen dabei jetzt schon aus über 20 verschiedenen Nationen. Mit dabei sind sicherlich Vorjahressieger Andy Sutz (Schaffhausen) und erstmals der amtierende zweifache Duathlon-Weltmeister Joeri Vansteelant (26, Belgien), der jüngere Bruder des am 14. September 2007 bei einem unverschuldeten Trainingsunfall verstorbenen neunfachen Duathlonweltmeisters Benny Vansteelant (31). Beim Powerman nehmen insgesamt über 1'000 Sportlerinnen und Sportler teil. Dabei kommt mit dem «Powerman Run+Bike Charity Day» auch eine Wohltätigkeits-Veranstaltung zum Programm hinzu,
In den letzten drei Jahren konnten, dank gezielten Massnahmen, grosse Fortschritte im Athletenmarketing und in der Rennorganisation realisiert werden. «Als Folge des stark gestiegenen Interesses sämtlicher Medien, inklusive TV, ist die Zusammenarbeit mit einer erfahrenen Medienstelle, die sich in allen Medienbereichen auskennt, ein wichtiger Schritt um den Schwung der positiven Entwicklung aufrechterhalten und den Ansprüchen von Sponsoren und dem ganzen Umfeld genügen zu können», gibt Ruf zu verstehen. «Dank der Unterstützung von Raphael Galliker, der die Veranstaltung noch zu Zeiten des Run+Bike mitbetreute, soll vor allem die Medienarbeit intensiviert und auch im Umfeld viel Neues geboten werden», so Ruf, der in Glashütten wohnt. «Ich rechne mit mehr Kontakten zu allen unseren Zielgruppen wie Zuschauer, Sponsoren und Athleten.» Der in der Region Zofingen und im Mittelland gut verankerte Powerman soll in Zukunft auch in der Schweiz und im Ausland wieder vermehrt ins Scheinwerferlicht treten: «Wir wollen als weltbester Duathlon für Langdistanzathleten wahrgenommen werden, aber auch dank dem Kurzdistanzrennen und dem PowerKid attraktiv für die Masse bleiben.» Was der Ironman Hawaii für Triathleten ist, soll der Powerman für Duathleten sein, ein unvergesslicher Event auf höchstem Niveau.
Mike Kurt an Bord
Nebst den drei Solothurner Vereinen und dem Zofinger Grossanlass steigt neu auch Mike Kurt in Gallikers Schnellboot. Der beste Schweizer Kajakfahrer, die aktuelle Weltnummer 11, wird in Zukunft auf die mediale Unterstützung des Sportfachmannes zählen können. Die Vereine und Einzelsportler stehen Galliker auch bei den geplanten Events hilfreich zur Seite.
In der Planung schon weit fortgeschritten die Partys für Erwachsene. Hier konnte mit Adrian Uebersax, dem Betreiber der Culturarena Biberist Solothurn AG ein engagierter Partner gefunden werden. Ab Ende Spätsommer sollen in der 1'500 Leute umfassenden Culturarena gediegene Partys steigern, dessen Erlös zum grössten Teil den im Pool angeschlossenen Sportvereinen wieder zugute kommt. Auf grosses Interesse stösst zudem auch der geplante Business-Sportclub, über den zu einem späteren Zeitpunkt informiert wird.
zvg

Diese drei Sportklubs arbeiten im Marketingbereich in einem Pool eng miteinander zusammen, v.l.: Peter Baumann (Trainer FFC Zuchwil 05), Raphael Galliker (Leiter des Pools, Geschäftsführer FC Solothurn), Robert Beer (Präsident FC Solothurn) und Walter Ulrich (Präsident EHC Zuchwil Regio). Foto: Chico Koch/zvg
Bild

Diese Vereine, Veranstalter und Sportler spannen im Marketing-, Medien- und Eventbereich in einem Pool eng miteinander zusammen, v.l.: Adrian Uebersax (Inhaber Culturarena Biberist Solothurn AG), Stefan Ruf (OK-Präsident Powerman Zofingen), Peter Baumann (Trainer FFC Zuchwil 05), Raphael Galliker (Leiter des Pools, Geschäftsführer FC Solothurn), Mike Kurt (Schweizer Kajakfahrer Nummer 1, Solothurn), Robert Beer (Präsident FC Solothurn), Walter Ulrich (Präsident EHC Zuchwil Regio). Foto: Chico Koch/zvg
H
Kanu, Berner mit Pfeifferschem Drüsenfieber
Dienstag, 28. April 2009
Schock für Mike Kurt
Im Februar dieses Jahres hatte sich Mike Kurt entschieden, seine erfolgreiche Kanukarriere fortzusetzen. Im Trainingslager im englischen Nottingham konnte die Schweizer Nummer 1 mit der Weltelite gut mithalten. Kaum zurück in Wiedlisbach, kam die Hiobsbotschaft für den 29-jährigen Berner: Pfeiffersches Drüsenfieber.
Nach den Olympischen Spielen 2008 in Peking legte Mike Kurt eine längere Wettkampfpause ein. Im vergangenen Februar beschloss der
29-jährige Wiedlisbacher, seine Karriere fortzusetzen. Dies mit dem Ziel Olympische Spiele 2012 in London vor Augen. Bis Mitte April bereitete sich das Mitglied der Solothurner Kajakfahrer, zusammen mit einer Gruppe internationaler Weltklasse-Athleten, auf der EM-Strecke in Nottingham auf seine insgesamt zwölfte Weltcup-Saison vor. «Meine Form wurde dabei von Tag zu Tag besser. Obwohl ich seit Peking keine Ernstkämpfe mehr ausgetragen hatte, konnte ich in England wieder mit den Topleuten mithalten», resümierte Kurt gleich nach dem Trainingslager.
Die Hiobsbotschaft
Kaum zurück in der Schweiz, fühlte sich Kurt schlaff und war müder als sonst. «In der Vergangenheit hatte ich auch schon gekränkelt nach Wettkämpfen und Trainingslagern, doch diesmal kamen noch leichtes Fieber und starke Halsschmerzen hinzu», so Kurt, der sich danach in ärztliche Obhut begab. Die Bluttests bei Olympiaarzt German Clénin ergaben sehr hohe Leberwerte. Dem nicht genug: Die niederschmetternde Diagnose lautete auf «Pfeiffersches Drüsenfieber», eine Viruskrankheit, die im letzten Jahr schon etwa Tennisstar Roger Federer flachgelegt hatte. «Das war für mich ein regelrechter Schock», sagt Kurt, der dadurch gezwungen wurde, seine bevorstehende Saison neu zu planen.
Gesundheit geht vor
Für Kurt ist klar: «Ich will meine Gesundheit nicht vollends aufs Spiel setzen und pausiere die nächsten paar Wochen.» Der zweifache Olympiateilnehmer (2004 und 2008) konnte deshalb den Saisonstart am vergangenen Wochenende nicht in Angriff nehmen. So verpasste der Oberaargauer die nationalen Ausscheidungswettkämpfe für die Welt- und Europameisterschaften der Slalomkanuten im jurassischen Goumois.
Ob und wann der achtfache Elite-Schweizermeister in die internationale Saison eingreifen wird, ist zur Zeit völlig unklar. Vor allem die EM-Teilnahme Ende Mai in Nottingham ist für den letzten übriggebliebenen Schweizer Kajak-Einer-Routinier in Gefahr. «Ich will nicht riskieren, dass ich meine Karriere aufgrund einer zu frühen Belastung meines Körpers vorzeitig beenden muss und so mein grosses Ziel, London 2012, aufs Spiel setze. Spazieren liegt für Kurt momentan gerade noch drin, sportliche Betätigungen hat ihm der Arzt aber bis auf weiteres untersagt.
Eine Lösung finden
Die Weltnummer 11 hofft, dass er bis spätestens zum Weltcupstart der Kanuten am 27./28. Juni im südfranzösischen Pau wieder voll einsatzfähig sein wird. Auch sein Saisonziel, eine Topplatzierung an der WM in Spanien (9. bis 13. September), hat er noch nicht aufgegeben. «Ich hoffe zudem nun, dass der Verband mir eine faire Chance gibt, um mich zu einem späteren Zeitpunkt noch für die internationalen Grossänlasse zu empfehlen.» Obwohl Kurt sichtlich geschwächt ist, gibt er sich bereits wieder kämpferisch: «Ich werde diese Viruskrankheit besiegen!»
Raphael Galliker/zvg
Mike Kurt macht weiter – London 2012 im Visier
Dienstag, 3. Februar 2009
Mike Kurt hat den enttäuschenden Auftritt an den Olympischen Spielen in Peking verdaut. Der Slalom-Kanute setzt seine Karriere fort -- mit London 2012 als Fernziel.
Medaillenkandidat Kurt scheiterte in Peking schon in der Qualifikation und stand nach vier Jahren Aufbauarbeit wie schon 2004 in Athen mit leeren Händen da. Der bald 29-jährige Wiedlisbacher gönnte sich nach dem erneuten Rückschlag eine dreimonatige Auszeit, um über seine Zukunftspläne nachzudenken. Im Dezember reifte der Entschluss, es noch einmal zu probieren. "Ich merkte, dass ich das innere Feuer und den Spass am Training noch nicht verloren habe", sagte Kurt. "Wenn ich Tore auf dem Wasser sehe, spüre ich das Verlangen, sie so rasch wie möglich zu passieren."
Weil er spät ins Wintertraining eingestiegen ist, wird Kurt erst im April ins Wettkampfgeschehen eingreifen. Saisonhöhepunkt sind die Weltmeisterschaften im September auf der Olympia-Anlage von 1992 in La Seu d'Urgell (Sp), wo Kurt schon einige Weltcup-Spitzenresultate herausgefahren hat und einen Podestplatz anstrebt. "Trotz reduziertem Training will ich mich heuer in den Top Ten der Weltrangliste behaupten", sagte Kurt. Er ist überzeugt, die Lehren aus seinem Scheitern in Athen und Peking gezogen zu haben. "Zu akzeptieren, dass ich in meinem Sport vieles, aber nicht alles beeinflussen kann, scheint mir für künftige Erfolge entscheidend zu sein."
Kurt, der 2006 sein Betriebsökonomie-Studium abgeschlossen hatte, sucht derzeit einen Teilzeitjob im Bereich Marketing. "Davon verspreche ich mir, die Lockerheit aus jener Zeit wieder zu finden, in der ich Sport und Studium kombinierte und sehr erfolgreich war", sagte Kurt. Zuletzt wählte Kurt als Talent Scout für den Förderklub Sport Heart Vertreterinnen und Vertreter von Randsportarten aus, die im Hinblick auf die Olympischen Winterspiele 2010 unterstützt werden. Er hielt auch einen Vortrag vor Kadermitgliedern eines Versicherungskonzerns. "Für die Präsentation musste ich mich stark mit mir selber auseinandersetzen. Das half mir, Peking zu verarbeiten und mir bewusst zu werden, was ich künftig tun will und was mir der Spitzensport immer noch bedeutet."
Noch nicht geklärt sind derzeit die Trainerfrage und andere Rahmenbedingungen. Der Kanu-Verband hat den Vertrag mit Slalom-Nationalcoach Ludovic Boulesteix nicht verlängert. Weil die Sparte Kanu-Slalom bei der Einstufung von Swiss Olympic von der Gruppe 2 in die Gruppe 3 relegiert wurde, steht für den neuen Zyklus weniger Geld zur Verfügung.
Mike gewinnt zusammen mit den
„Swiss Bulls“
die Redbull Jungfrau Stafette
Donnerstag, 16. Oktober 2008
Mit allen Wettern gewaschen
Die Red Bull Jungfrau-Stafette bot tollen Sport, spektakuläres Wetter und nach
500 Kilometern durch die Schweiz erstaunlich kleine Zeitabstände. Sven
Riederer brachte für die Swiss Bulls den Sieg sicher ins Ziel, dahinter folgten
Gobal Bulls und Subaru Uri 1.
Vom Rheinfall über Jungfraujoch, Aletschgletscher und Eggishorn, durchs Wallis und über
das Mittelland nach Dübendorf – die Red Bull Jungfrau-Stafette geizt nicht mit
geografischen Reizen. Da wollen die Wettergötter ebenfalls zeigen, was sie alles können: Regen, Hagel, Schneesturm, Windböen und dazwischen immer wieder Sonnenstrahlen.
Wie schon in den Dreissigerjahren an der historischen Jungfrau-Stafette hat die Natur
das letzte Wort.
Start am Rheinfall
Der Startschuss zerreisst das Rauschen des Rheinfalls und 33 Radfahrer stürmen die 275
Treppenstufen zum Schloss Laufen hoch, wo ihre Velos stehen. Die Profis Markus Zberg
(Subaru Uri 1) und Patrick Calgagni (Win Team) laufen am schnellsten und führen
danach die Spitzengruppe, zu der auch Sandro Späth (Swiss Bulls) und Bernhard Eisel
(Global Bulls) gehören ins zürcherische Lindau. Dort übernehmen die Läufer. Auf den 9.5
Kilometern zum Flugplatz Dübendorf setzen sich Manfred Jauch (Subaru Uri 1) und Bruno
Heuberger (Swiss Bulls) leicht ab.
Die dicke Wolkendecke verhindert den Start der historischen Flugzeuge. Vom Jungfraujoch werden dichter Schneefall und 77km/h Wind gemeldet. Die Skietappe zum
Aletschgletscher und der Lauf über diesen sind unter diesen Bedingungen nicht zu
verantworten. Gemäss der Zwischenrangliste in Dübendorf starten die Bergläufer, aber
nicht wie geplant aufs Eggishorn, wo die Gleitschirmflieger ebenfalls am Boden bleiben
müssen, sondern direkt an den Start der Downhill Biker auf der Fiescheralp. Die brettern
dann hinunter nach Fiesch, als gäbe es keine besseren Bedingungen denn Nebel, Schnee
und Matsch.
Spannung im Wallis
Dank Bergläufer André Marti behaupten die Urner ihre Führung bis zum Downhillstart, dann aber krempeln der Ex-Profi Claudio Caluori (Swiss Bulls) und der Weltklasse Junior
Jo Smith (Global Bulls) das Klassement um. Kurz hintereinander übergeben sie an die Motorradfahrer auf ihren Vorkriegsmaschinen. Die fahren in vorgegebener Zeit zum Start
der Kajakfahrer in Stalden. Olympiateilnehmer Mike Kurt (Swiss Bulls) rutscht kurz vor
dem Weltcupfahrer Vavrinec Hradilek (Global Bulls) ins Wildwasser der Vispa. Kurt macht
aus 7 Sekunden Vorsprung auf die Global Bulls deren 53 und schickt den Oldtimerfahrer
seines Teams auf die spektakuläre Schleife durchs Val d’Anniviers nach Sion. Auch die
historischen Renn- und Sportwagen haben eine Richtzeit einzuhalten und die Zeit der
Flugzeuge geht nicht in die Wertung. Ihre Aufgabe ist es, gut auszusehen und den Stab
zur nächsten Station zu befördern.
Schlussspurt
Die Zeitabstände bleiben somit die gleichen. Sven Riederer startet als Schlussläufer der
Swiss Bulls 53 Sekunden vor Jonas Colting (Global Bulls), dem Weltmeister über die
doppelte Ironman-Distanz. Als dritter folgt der unermüdliche Urner Manfred Jauch, nicht
nur der erste Amateur unter den Schlussläufern, sondern auch der erste, der schon die
Etappe am Morgen gelaufen ist. Die Schlussrunden führen über das Rollfeld und zweimal
durchs Fliegermuseum. Riederer lässt nichts anbrennen und auch die weiteren Athleten
halten ihre Plätze. «Es ist schön, die Saison mit einem Sieg im Team abzuschliessen»,
sagt Sven Riederer, «am Dienstag fliege ich zufrieden in die Ferien.» Auch der
drittplatzierte Manfred Jauch ist zufrieden: «Natürlich haben wir den Sieg im Auge
gehabt, aber wir sind ein Team von Freizeitsportlern und dafür haben wir uns gut
geschlagen.»
(Quelle: Red Bull)
SF Links:
"Nach Peking.."
Montag, 15. September 2008
Neue Zürcher Zeitung:
«Ein desolater Wettkampf»
Einer wie Mike Kurt mag seit Jahren der beste Schweizer in seinem Sport sein - und sogar international eine beachtliche Nummer. Dennoch steht er nur alle vier Jahre im Rampenlicht, dann nämlich, wenn die grossen Spiele sind. Das heisst, dass sich alle Arbeit, alle Erwartung jahrelang auf das eine Ereignis hin stauen. Wehe, wenn es dann schiefläuft; die nächste Chance kommt lange, lange nicht mehr. Wenn überhaupt. Der Solothurner Kanute Mike Kurt war darum schon früh angereist, um im Wildwasser-Kanal möglichst viel Erfahrung zu sammeln. Er fühlte sich stark - technisch, physisch und psychisch. «Wir wollen hier eine Medaille. Das ist zwar ambitiös, aber realistisch», sagte sein Coach Ludovic Boulesteix vor der Qualifikation. «Ich hätte das Zeug für eine Medaille gehabt», sagte Kurt danach.
Fassungslos
Das war nach seinem zweiten Durchgang. Der 28-Jährige stand am Becken - dort, wo sich das wilde Wasser nach der Ziellinie langsam beruhigt. Er war im Kajak-Einer bereits in der Qualifikation ausgeschieden, als 17. von 21 Startenden. Das passierte ausgerechnet ihm, dem der Ruf vorauseilt, jede Qualifikation zu überstehen. 2004 in Athen hatte er diesen Wettbewerbsteil gar gewonnen, zuletzt auch am Weltcup in Prag. Am Montag war Kurt völlig von der Rolle. «Das war ein desolater Wettkampf», sagte er nur. Und die Fassungslosigkeit stand ihm ins Gesicht geschrieben.
Kurt hat die letzten zwei Jahre vom Kanu-Sport gelebt, seit einem Jahr nichts anderes gemacht. Die ersten Früchte liessen sich schnell erkennen: Im vergangenen Jahr wurde der Wiedlisbacher Zweiter im Gesamt-Weltcup. Er erhielt eines der «schnellsten Boote der Welt» (Coach Boulesteix), engagierte die Mentaltrainerin, die zuvor mit dem Motorradrennfahrer Thomas Lüthi zusammengearbeitet hatte. Und im Countdown trainierte er in Holland auf einer Strecke, die jener von Peking ähnlich ist. «Ich war bereit», sagte Kurt.
Was hätte da noch schiefgehen können? Fast alles. Zwar war er im ersten Lauf flott unterwegs, doch die Berührung einer Stange trug ihm eine Zeitstrafe und nur den 16. Rang ein. Kurt musste also im zweiten Durchgang etwas riskieren, wollte er es noch unter die ersten 15 schaffen, die sich für den Halbfinal qualifizieren. Das war das Verhängnis. Schon das erste Aufwärtstor touchierte er, weiter unten passierte das zweite Malheur. Am Schluss war Kurt der einzige Teilnehmer, dem insgesamt mehr als zwei Fehler unterliefen.
Mental doch nicht weiter?
Für eine solche Niederlage muss es eine Ursache geben, auch wenn Coach und Athlet im ersten Moment vergeblich danach suchten. Sollte das Verhängnis mit dem Unfall vor zwei Wochen begonnen haben? Damals wurde Kurt im Training mit dem Boot gegen einen Stein gedrückt; es ging unter, mit einem grossen Loch in der Carbon-Wand. Nie zuvor war ihm solches passiert. Zum Glück hat der Coach eine Ahnung von Bootsbau, er konnte den Schaden reparieren.
Er stellte fest: «Der Unfall war eine gute Erfahrung, weil er uns als Team gestärkt hat.» Und Kurt fand, er sei cool geblieben. Jetzt aber glaubt er, mental sei er möglicherweise doch nicht weitergekommen. Als Betriebsökonom weiss er auch, dass «es sich nicht lohnt, für einen 17. Rang so viel zu arbeiten». Ob er noch einen Anlauf nimmt, ist also ungewiss. Es geht bei diesem Entscheid nicht nur um ihn, sondern auch um das Überleben seiner Sportart in der Schweiz. Sollte Kurt nicht mehr ins Rampenlicht treten, wird dort Düsternis herrschen.
Bernerzeitung:
«Ich habe versagt. Punkt»
Der Wiedlisbacher Mike Kurt (28) tut sich schwer, seinen Olympiafrust wegzustecken. Statt in die Ferien zu reisen, blieb er letzte Woche krank und mit Schmerzen zu Hause. Seit Peking hat er drei Kilogramm abgenommen.
Die ersten Tage nach dem Rennen waren am schlimmsten. Da hätte Mike Kurt (28) am liebsten seine Sachen gepackt und wäre nach Hause geflogen. Am Boden zerstört war er. Deprimiert und tief traurig. Eine Olympiamedaille im Kanuslalom hatte er sich zum Ziel gesetzt, stattdessen schied er im Vorlauf kläglich aus (wir berichteten).
«Ich habe versagt. Punkt», ärgert sich der Wiedlisbacher auch heute noch, drei Wochen nach der missglückten Vorstellung im Wildwasserkanal von Peking. Im roten US-Shirt sitzt er zu Hause am Gartentisch. Braungebrannt und muskelbepackt. Ein Modellathlet durch und durch.
Kurt: «Ich war topfit»
Vier lange Jahre hat sich Mike Kurtminutiös auf Peking vorbereitet. Auf dieses eine Rennen gegen die Weltbesten. «Ich war topfit. Physisch und technisch hat alles gestimmt, in den Trainings war keiner schneller.»Und was war im Wettkampf? Mike Kurt zuckt hilflos mit den Schultern. «Ich habe keine Ahnung. Wirklich nicht.» Seit den Olympischen Spielen hat Mike Kurt sein Rennkajak nicht mehr zu Wasser gelassen. Die olympische Startnummer liegt nass in der Kunststoffschale. Mit seiner Freundin hätte er letzte Wochen in die Ferien reisenwollen. Biken und relaxen in der Toskana. Stattdessen lag er mit einem Infekt im Mundbereich zu Hause. Fieber und starke Schmerzen plagten ihn, essen war kaum möglich. «Innerhalb einer Woche habe ich drei Kilogramm
verloren. Für meinen Körper ist das sehr viel.»
Seit Montag ist Mike Kurt zumindest wieder einigermassen gesund. Ein paar Medien- und Sponsorentermine stehen an, im Oktober wird er bei der Jungfraustafette mitmachen. Viel mehr weiss der studierte Betriebsökonom noch nicht über seine Zukunft. Paddel und Kajak für immer in die Ecke zu stellen, ist eine Option. «Mit einem solchen Lauf meine Karriere zu beenden, wäre allerdings brutal», betont Mike Kurt. «Dieser Auftritt war wirklich nicht toll.» Was dann? Weitermachen bis zu den nächsten grossen Wettkämpfen? Ins Berufsleben einsteigen? Bis Ende Monat will sich Mike Kurt Zeit lassen. Vorschnell entscheiden ist nicht sein Ding. Vorstellen könnte er sich, eine Stelle im Sponsoring oder Marketingbereich anzunehmen, die sich mit dem Sport kombinieren liesse. «Sobald ich mehr weiss, werde ich die Öffentlichkeit informieren.»
Weg von zu Hause Was dem Wiedlisbacher schon heute klar ist: Bald packt er seine Sachen und zieht von zu Hause weg. Seine Eltern hätten ihm schon vor längerer Zeit gesagt, dass er sich nach Peking etwas Neues suchen müsse. «Das ist auch gut so. Mit 28 Jahren sollte man auf eigenen Beinen stehen können», findet Mike Kurt. Dass seine Studienkollegen längst mitten im Berufsleben stehen und reichlich Geld verdienen, kann der Profisportler locker verkraften. Er habe in den letzten Jahren die ganze Welt bereist und die schönsten Flüsse befahren. «Als Sportler hast du einen Sonderstatus. All diese Erlebnisse möchte ich gewiss nicht missen.»
Federer, Nadal, Couchepin
Auch dem Aufenthalt in Peking gewinnt Mike Kurt positive Seiten ab. Freudig erzählt er von seinen Begegnungen mit Stars wie
Roger Federer, Rafael Nadal oder Vladimir Putin. Mit Bundesrat Pascal Couchepin habe er sich bei dessen Besuch locker unterhalten. «Solche Erlebnisse hast du nur an Olympischen Spielen.»Für einen Moment wirkt der Wiedlisbacher nicht mehr ganz so traurig. Seine Augen beginnen zu leuchten, seine Worte gewinnen an Schwung. Mike Kurt erinnert an den harten Leidensweg von Judoka Sergei Aschwanden. Zweimal war der Innerschweizer an Olympischen Spielen gescheitert. Erst in Peking, mit 32 Jahren, hats geklappt mit der Medaille. Genau so alt wäre Mike Kurt in vier Jahren, wenn die Sommerspiele in London stattfinden. Wer weiss . . .
Mike Kurt ist in Peking
Sonntag, 27. Juli 2008
Seit Sonntag befindet sich Mike Kurt in Peking und bereitet sich in den kommenden zwei Wochen auf der Wildwasserstrecke von Shunyi auf die Kanuslalomwettkämpfe vom 11 und 12 August vor.
Bei Presseanfragen melden sie sich bitte direkt an folgende Personen:
Medien vor Ort in Peking:
Claudia Imhasly (Leiterin Medien und Information Swiss Olympic)
Tel: +41 797011701
Medien in der Schweiz:
Simon Hirter
Bernstrasse 34
CH- 3612 Steffisburg
Switzerland
P: +41 33 534 98 18
C: +41 79 485 74 47
Skype: simonhirter
Mike Kurt hat die Selektionen für die Olympischen Spiele in Peking
geschafft!
Mittwoch, 2. Juli 2008
Als erster Schweizer Kajakfahrer hat es Mike Kurt geschafft, sich zweimal in
Folge für die Olympischen Sommerspiele zu qualifizieren. Der 28-jährigen Wiedlisbacher erhält damit in Peking die Möglichkeit, sein Resultat von Athen 2004 zu korrigieren. Kurt gewann damals die Qualifikationsläufe überlegen, kam aber im Halbfinal nie auf Touren und setzte seine Medaillenträume in den Sand.
Seither war Kurt konstant in den ‚Top-Ten’ der Welt vertreten und belegte im vergangenen Jahr den zweiten Rang im Gesamtweltcup. Auch während der drei zur Qualifikation zählenden Wettkämpfe musste sich Kurt bei insgesamt zehn Läufen mit Schweizer Beteiligung (Qualifikation/Halbfinal/Final) nur gerade einmal von einem anderen Schweizer Boot geschlagen geben. Bei den restlichen neun Läufen hatte Kurt die Nase im internen Duell neunmal vorne.
Im Hinblick auf Peking zeigt sich Kurt optimistisch. Beim einzigen Weltcuprennen der Saison mit Beteiligung aller Olympiafavoriten in Prag belegte Kurt den fünften Rang. Interessant dabei war, dass nur ein bereits für Peking qualifizierter Athlet, der französische Topfavorit Fabien Lefevre, vor dem Schweizer platziert war. Alle anderen Favoriten für Peking waren hinter dem Schweizer.
Ende Juli fliegt Mike Kurt bereits nach Peking. Zuvor wird er als letzten Formtest noch an den Vor-Weltmeisterschafen in La Seu d’Urgell (Spanien) teilnehmen (). Die Olympischen Spiele werden am 8. August 2008 eröffnet, die Kanuslalomwettkämpfe finden am 11. und 12. August statt.
Weltcup in Tacen/Slowenien
Mittwoch, 2. Juli 2008
Wie bereits vor einer Woche in Prag, gelang es Mike Kurt auch am vergangenen Samstag sich in der Qualifikation für die Halbfinals unter den besten Kanuten der Welt zu platzieren. Kurt lag nach dem ersten Tag als klar bester Schweizer auf dem siebten Rang. Im Halbfinale konnte der Wiedlisbacher jedoch nicht mehr an seine guten Leistungen der letzten Wochen anknüpfen und schied trotz schneller Fahrzeit aufgrund von Torstabberührungen aus.
Dennoch war der 28-jährige auch an diesem Wochenende der beste Schweizer Kajakfahrer. Die definitive elektionsentscheidung für Peking wird im Verlauf dieser Woche erwartet.
Tacen (Sln). Slalom-Weltcup. Männer. Kajak-Einer:
1. Peter Kauzer (Sln) 179,29. 2. Lukas Kubrican (Tsch) 184,17. 3. Richard Hounslow (Gb) 184,46. Ferner: 30. Michael Kurt (Sz). 36. Mathias Röthenmund (Sz). 47. Moritz Lüscher(Sz)
News Archive
|
 |